Bereit für die Zukunft mit Smart Meter

Im September 2016 hat der deutsche Bundestag das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende erlassen. Kern des Gesetzes ist das neue Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), das die Vorgaben zur Messung und zum Messstellenbetrieb bündelt. Es regelt technische Anforderungen, die Finanzierung sowie die Datenkommunikation und legt damit die Grundlagen für die Einführung neuer elektronischer Zähler.

Die ENO GmbH ist als grundzuständiger Messstellenbetreiber nach § 4 MsbG für die schrittweise Installation moderner Messeinrichtungen (mME) und intelligenter Messsysteme (iMSys) in Offenbach, Seligenstadt, Mainhausen, Rodgau und Dietzenbach verantwortlich.

Diese digitalen Zähler - auch Smart Meter genannt - werden zukünftig die analogen Stromzähler ersetzen: Ab Sommer 2018 soll der Einbau beginnen und im Jahr 2032 abgeschlossen sein. Wir begleiten unsere Kunden auf diesem Weg in die digitale Zukunft der Energieversorgung!


Der gesetzliche Hintergrund

Gesetzlicher Hintergrund

Geregelt wird der Umstieg auf die digitalen Stromzähler durch das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“. Das Gesetz umfasst Bestimmungen zu Datensicherheit, Datentransfer und Datenspeicherung. Zudem regelt es den Einbauzeitpunkt, der vom Stromverbrauch abhängig ist.


Umrüstung auf digitale Zähler

Das neue Messstellenbetriebsgesetz unterscheidet zwischen modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen:

  • Eine moderne Messeinrichtung (mME) ist eine Messeinrichtung, die den tatsächlichen Elektrizitätsverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegelt.
  • Ein intelligentes Messsystem (iMSys) ist eine mit einer Kommunikationseinheit, einem sogenannten Smart-Meter-Gateway, ausgestattete, moderne Messeinrichtung. Intelligente Messsysteme können im Gegensatz zu modernen Messeinrichtungen fernabgelesen werden.

Die beiden Zählermodelle im Detail

Beispielansicht einer "modernen Messeinrichtung" (mME) - bei bis zu 6.000 kWh/Jahr

Beispielansicht eines "Intelligenten Messsystems" inkl. Gateway (iMSys) - ab 6.000 kWh/Jahr und für Erzeuger ab 7 kW bis 100 kW (EEG/KWK Anlagen)


Welches Gerät bei Ihnen eingebaut wird, richtet sich nach dem durchschnittlichen Stromverbrauch der letzten drei Jahre:

  • Lag Ihr Stromverbrauch bei bis zu 6.000 Kilowattstunden (kWh/Jahr) erhalten Sie eine moderne Messeinrichtung (mME).
  • Bei Kunden, die mehr als 6.000 kWh/Jahr verbrauchen und bei Erzeugern ab 7 kW – 100 kW (EEG/KWK Anlagen), wird ein intelligentes Messsystem inkl. Gateway (iMSys) eingebaut.

Sie müssen sich dafür um nichts kümmern. Wir werden Sie frühzeitig darüber informieren, wann Ihr Zähler für den Wechsel vorgesehen ist.


Preise und Verträge

Für moderne Messeinrichtungen wie auch für intelligente Messsysteme gelten nach dem Messstellenbetriebsgesetz deutschlandweit einheitliche Preisobergrenzen, die von allen zuständigen Messstellenbetreibern nicht überschritten werden dürfen.

Unsere Preise können Sie unserem Preisblatt entnehmen:

Preisblatt für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme

Verträge:

Messstellenvertrag für wettbewerbliche Messstellenbetreiber nach § 9 Abs. 1 Nr. 3
 


Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zum Smart Meter

Technik
Was ist Smart Metering/Computergestütztes Erfassen von Energieverbrauchsdaten?

Unter Smart Metering versteht man das Erfassen von Stromverbrauchsdaten mit einem digitalen Stromzähler. Denn in der Umgangssprache bezeichnet der Begriff „Smart Meter“ einen digitalen Stromzähler. In diesem Zusammenhang unterscheidet man zwischen modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen.

Was ist eine moderne Messeinrichtung?

Eine moderne Messeinrichtung (mME) erfasst den Stromverbrauch digital und speichert die tatsächlichen Energieverbrauchswerte der letzten 24 Monate. Die bisher verwendeten analogen Zähler (Ferraris-Zähler) haben den Verbrauch mechanisch erfasst. Allerdings lässt sich eine mME um eine Kommunikationseinheit erweitern, das sogenannte Gateway. Mit dieser Ergänzung ist das System in der Lage, die Verbrauchsdaten auf einem sicheren Weg weiterzugeben. In Kombination mit einem Gateway wird aus der modernen Messeinrichtung ein intelligentes Messsystem.

Was ist ein Smart Meter Gateway?

Ein Smart Meter Gateway ist die Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems. Es ermöglicht also die Übermittlung der Daten, die mit einer modernen Messeinrichtung erfasst werden, an einen definierten Administrator, der die Daten in einem sicheren Rechenzentrum verarbeitet.

Zu den Aufgaben des Smart Meter Gateways gehören:

· Erfassen von Daten

· Verarbeiten von Daten

· Verschlüsseln von Daten

· Versenden von Daten

Das Smart Meter Gateway ist also der kluge Kopf eines intelligenten Messsystems.

Was ist ein intelligentes Messsystem?

Ein intelligentes Messsystem ist eine moderne Messeinrichtung kombiniert mit einem Smart Meter Gateway. Dadurch ist ein intelligentes Messsystem in der Lage, Stromverbrauch in Zeiteinheiten zu messen, zu verarbeiten, zu verschlüsseln und an autorisierte Empfänger (z.B. an die ENO) zu versenden.

Was ist ein grundzuständiger Messstellenbetreiber?

Der grundzuständige Messstellenbetreiber ist für den Einbau und für den Betrieb der modernen Messeinrichtungen, der intelligenten Messsysteme und auch der analogen Ferraris-Stromzähler verantwortlich. In der Regel ist dies der Netzbetreiber vor Ort. 

Hintergründe
Warum werden die digitalen Stromzähler eingeführt?

Grundlage für die Einführung der neuen Stromzähler ist das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Dieses ist Anfang September 2016 in Kraft getreten und hat zum Ziel, die erneuerbaren Energien besser zu nutzen.
Die Umsetzung regeln Richtlinien zu den Einbaufristen und technischen Anforderungen der digitalen Stromzähler. Außerdem enthalten sie Vorgaben zu deren Einbau, Betrieb und Wartung, zur Kommunikation der Daten und zur Finanzierung der Geräte. In diesem Zusammenhang ist eine Preisobergrenze für die Kunden für den Einbau und den Betrieb der neuen digitalen Zähler festgesetzt.

Was haben die digitalen Stromzähler mit der Energiewende zu tun?

Der Anteil regenerativer Energie am deutschen Strommix hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Wind und Sonne erzeugen dabei den größten Teil des erneuerbaren Stroms. Die produzierte Strommenge unterliegt naturgemäß Schwankungen. Intelligente Messsysteme helfen dabei, Angebot und Nachfrage in Echtzeit aufeinander abzustimmen.

Gibt es ähnliche Systeme bereits in anderen Ländern?

In einigen europäischen Ländern ist die flächendeckende Einführung der digitalen Stromzähler bereits abgeschlossen. Zu diesen Vorreitern zählen die Länder Finnland, Malta, Spanien, Schweden und Estland. Allerdings entsprechen die dort installierten Smart Meter nicht den hohen Anforderungen, der Geräte, die in Deutschland mit Blick auf die Datensicherheit installiert werden. Basierend auf der 3. Binnenmarkt-Richtlinie Strom und Gas (2009/72/EU und 2009/73/EU) ist der Ausbau der Smart Meter Infrastruktur für alle europäischen Länder geplant.

Vorteile
Welchen Vorteil bietet eine moderne Messeinrichtung?

Sowohl mit einer modernen Messeinrichtung als auch mit einem intelligenten Messsystem können Sie am Gerät genauere Informationen zu Ihrem Stromverbrauch ablesen. Die digitalen Zähler haben zwei Display-Zeilen. Die zweite bietet Ihnen eine Möglichkeit, die Energieverbrauchswerte tages-, wochen-, monats- oder jahresbezogen anzuzeigen. Sie profitieren also von einer transparenteren Darstellung Ihres Stromverbrauchs.

Wie helfen intelligente Messsysteme beim Strom- und Kostensparen?

Die Einführung intelligenter Messsysteme erleichtert die Realisierbarkeit zeitvariabler Stromtarife. Durch die Echtzeit-Erfassung kann das eigene Verbrauchsverhalten optimiert werden, um über zeitvariable Tarife Kosten zu sparen.

Inbetriebnahme (Umstellung auf Smart Metering)
Wann werden die neuen Geräte in Betrieb genommen?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Einführung der digitalen Zähler bis zum Jahr 2032 abgeschlossen ist. Die Zeit bis dahin gilt als Übergangsphase. In diesem Zeitraum gibt es im Netzgebiet der ENO mehrere Einführungsschritte:

  • Moderne Messeinrichtungen werden ab Anfang 2018 in einem rollierenden System über die nächsten acht Jahre eingebaut.
  • Intelligente Messsysteme werden voraussichtlich ab Sommer 2018 über die nächsten acht Jahre eingebaut.
Wie erfahre ich, ob ich eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem brauche?

Wir teilen Ihnen in einem Informationsschreiben zum Einbau mit, welches Gerät für Sie vorgesehen ist. Dies richtet sich nach dem durchschnittlichen Stromverbrauch der letzten drei Jahre. 

In der ersten Einbauphase erhalten Verbraucher mit einem Stromverbrauch bis 6.000 Kilowattstunden (kWh) eine moderne Messeinrichtung. 

Alle Kunden, die mehr als 6.000 kWh pro Jahr verbrauchen, bekommen in den kommenden Jahren ein intelligentes Messsystem eingebaut.

Wie und wann werde ich über den Einbau informiert?

Wir informieren Sie spätestens drei Monate vor dem Einbau postalisch. Der genaue Einbautermin wird 2 Wochen vorher per Aushang im Haus bekannt gegeben. Für den Fall, dass die Monteure für den Einbau Ihre Wohnung/Ihr Haus betreten müssen, werden Sie ebenfalls über den Aushang benachrichtigt.

Wer kümmert sich um die Installation?

Zuständig für den Einbau moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme ist der grundzuständige Messstellenbetreiber. In der Regel beauftragt der grundzuständige Messstellenbetreiber einen Dienstleister für den Einbau. Bitte beachten Sie beim Einbautermin, dass sich die Dienstleister in jedem Fall ausweisen müssen.

Wie erfolgt die Inbetriebnahme?

Zum Einbautermin, der Ihnen im Ankündigungsschreiben mitgeteilt wurde, kommt ein Dienstleister des grundzuständigen Messstellenbetreibers zu Ihnen nach Hause. Für den Einbau benötigt er einen Zugang zum Zählerschrank.

Im gleichen Zug wird Ihr alter Zähler ausgebaut. Der Zählerstand wird selbstverständlich dokumentiert und Sie finden ihn auf Ihrer nächsten Rechnung Ihres Energieversorgers wieder.

Wie lange dauert der Einbau?

Wenn keine Umbaumaßnahmen am Zählerschrank durchgeführt werden müssen, dauert der Zählereinbau zwischen 15 und 30 Minuten.

Wer trägt die Kosten für die neuen Geräte und den Einbau?

Der eigentliche Austausch der Stromzähler ist für die Kunden kostenlos.
Bereits heute bezahlt jeder Stromkunde über seine Stromrechnung auch Kosten für den Messstellenbetrieb. Wenn Stromkunden dies nicht anders mit ihren Stromlieferanten vereinbaren, ändert sich an dieser Abrechnungsart nichts.

Die ENO berechnet bei dieser Abrechnungsart die im Preisblatt veröffentlichten Preise an den Stromlieferanten. Stromkunden können bei ihrem Stromlieferanten anfragen, inwieweit diese Kosten weiterverrechnet werden.

Nur wenn Stromkunden mit ihren Stromlieferanten vereinbart haben, dass eine direkte Kostenverrechnung stattfinden soll, wird die ENO direkt eine Rechnung an die jeweiligen Kunden versenden.

Und nur bei einem technisch nötigen Umbau des Stromzählerkastens entstehen beim Kunden weitere Kosten. Sollte dies der Fall sein, wird die ENO dies mit jedem Kunden absprechen.

Preisblatt der ENO

Kann ich Einspruch gegen den Einbau einer modernen Messeinrichtung oder eines intelligenten Messsystems einlegen?

Grundsätzlich schreibt das Gesetz vor, dass alle analogen Stromzähler sukzessive ausgetauscht werden müssen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Einbau habe?

Ihren direkten Ansprechpartner zu allen Fragen rund um das Thema Smart Meter erreichen Sie unter:
0800-0004941

Fällt der Strom aus? Wenn ja, wie lange?

Nein, in aller Regel hat der Einbau keine Einwirkung auf die Stromversorgung.

Wer kommt für Schäden auf?

In der Regel entstehen durch den Zählertausch keine Schäden. Für den Ausnahmefall, dass Schäden grob fahrlässig herbeigeführt werden, kommt der grundzuständige Messstellenbetreiber für diese auf.

Wie erkenne ich, dass die Mitarbeiter keine Betrüger sind?

Die Installationsmaßnahme bei Ihnen wird in jedem Fall vorher angekündigt. Verschaffen Sie vermeintlichen Dienstleistern, die ohne vorherige Ankündigung bei Ihnen klingeln, keinen Zugang zu Ihrer Wohnung.  Lassen Sie sich zudem den Mitarbeiterausweis der Handwerker vorlegen, bevor diese mit dem Einbau beginnen.

Ablesung
Wie funktioniert das Ablesen des neuen Stromzählers?

Wie gewohnt kommt auch für das Ablesen Ihrer modernen Messeinrichtung einer unserer Ableser zu Ihnen nach Hause.

Wie kann ich meinen Zählerstand am Display einsehen?

Der aktuelle Zählerstand wird Ihnen als Kilowattstunde (kWh) im oberen Bereich des Zählers dargestellt (siehe Grafik).

Datensicherheit
Welche Daten werden erhoben?

Sowohl von einer modernen Messeinrichtung als auch von einem intelligenten Messsystem werden Daten zum Stromverbrauch erhoben. Diese Daten werden  standardmäßig alle 15 Minuten erfasst.

Wer erhält die Daten?

Bei der Nutzung einer modernen Messeinrichtung müssen die Verbrauchsdaten weiterhin direkt am Gerät abgelesen werden. Nur wer Zugang zum Gerät hat, kann daher vor Ort auf die Daten zugreifen.  Ein intelligentes Messsystems überträgt die Daten über das Smart Meter Gateway. Empfänger und Verwalter der Daten ist der Gateway-Administrator. Dieser unterliegt einer Sicherheitszertifizierung, die ihn exklusiv berechtigt, die Daten an autorisierte Dritte weiterzugeben.

Was passiert damit?/Zu welchen Zwecken werden die Daten genutzt?

Die Übermittlung an den Messstellenbetreiber über ein intelligentes Messsystem erfolgt grundsätzlich nur für energiewirtschaftlich zwingend notwendige Anwendungsfälle, beispielsweise zur Erstellung Ihrer Abrechnung. Bei Verbrauchern, die weniger als 6.000 Kilowattstunden pro Jahr benötigen, geschieht dies grundsätzlich einmal pro Jahr. Es sei denn es wurde ein Stromtarif ausgewählt, der eine feinere Messung und Abstimmung der Daten erfordert. Der Messstellenbetreiber ist dazu verpflichtet, den notwendigen Datenverkehr in Form von Datenblättern zu erläutern.

Wie wird die Sicherheit meiner Daten gewährleistet?

Zur Gewährleistung der Datensicherheit hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam mit Branchenvertretern, der Bundesnetzagentur und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB)Schutzprofile und Technische Richtlinien entwickelt. Geräte, die diesen Bestimmungen entsprechen, werden mit einem BSI-Siegel ausgezeichnet. Nur zertifizierte und vom BSI freigegebene Geräte dürfen verbaut werden. Das BSI sorgt durch kontinuierliche Beobachtung des Marktes und durch die Anpassung der technischen Ausstattung dafür, dass Datenschutz und Datensicherheit auch künftig gewährleistet sind.

Übergangsphase
Bis wann muss der alte Stromzähler spätestens ausgetauscht sein?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass intelligente Messsysteme innerhalb der nächsten acht Jahre und moderne Messeinrichtungen bis zum Jahr 2032 gegen alle analogen Stromzähler ausgetauscht werden.

Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, melden Sie sich gerne unter unserer kostenfreien Servicenummer: 0800/0004941.