EEG-Umlage

Fällig auch bei selbsterzeugtem Strom

Nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz sind Sie als Betreiber einer Stromerzeugungsanlage verpflichtet, die EEG-Umlage auch auf selbst erzeugten Strom zu zahlen. Die ENO GmbH muss diese Umlage einziehen und Ihre Zahlungen an den Übertragungsnetzbetreiber weiterleiten. An der Erhebung der Umlage müssen Sie nach § 74a Abs. 1 und 2 EEG mitwirken. Bitte stellen Sie uns daher bis zum 28. Februar jedes Kalenderjahres alle Angaben zur Verfügung, die für die Endabrechnung erforderlich sind. Eine Meldung ist insbesondere dann erforderlich, wenn sich relevante Änderungen ergeben haben. Keine Meldepflicht besteht, wenn uns die erforderlichen Informationen bereits vorliegen oder wenn die installierte Leistung der Photovoltaikanlage 7 kWp nicht überschreitet (andere Stromerzeugungsanlagen: 1 kW).

Um Ihrer Mitteilungspflicht gegenüber der ENO GmbH nachzukommen, lassen Sie uns bitte die folgende Erklärung zur EEG-Umlage ausgefüllt und unterschrieben zukommen:

Erklärung des Betreibers einer Erzeugungsanlage zur EEG-Umlagepflicht

Per Fax: 0621-290-2994
Per E-Mail: einspeiser@remove-this.energienetze-offenbach.de
Per Post: MVV Netze GmbH, Team Einspeiser, Luisenring 49, 68159 Mannheim


Wann zahlen Sie direkt an den Übertragungsnetzbetreiber?

Für Anlagen, aus denen Sie ganz oder teilweise Dritte beliefern, ist die ENO GmbH nicht zuständig. Ebenso wenig für Anlagen an Abnahmestellen, an denen die EEG-Umlage aufgrund der besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 63 oder § 103 EEG begrenzt ist. Die betrifft etwa stromkostenintensive Unternehmen oder Schienenbahnen. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen direkt an den für die Konzessionsgebiete Offenbach, Seligenstadt, Rodgau, Mainhausen und Dietzenbach zuständigen Übertragungsnetzbetreiber:

AMPRION GMBH, Rheinlanddamm 24, 44139 Dortmund, Tel.: 0231/5849-13600, Fax: 0231/5849-14188, E-Mail: eeg@remove-this.amprion.net

http://www.amprion.net/registrierung-eeg-umlage


Noch einige Hinweise

Die Eigenversorgung mit Strom unterliegt grundsätzlich gemäß § 61 Abs. 1 EEG der EEG-Umlage in voller Höhe. Die EEG-Umlagepflicht kann sich aufgrund von § 61 Abs. 2 EEG verringern oder sogar ganz entfallen. So gibt es beispielsweise Ausnahmen für Bestandsanlagen oder für den Fall, dass Sie sich aus EEG- oder hocheffizienten KWK-Anlagen selbst versorgen. Dann müssen Sie nur eine verringerte EEG-Umlage zahlen (30 % im Jahr 2014 und 2015, 35 % für 2016 und 40 % ab 2017). Bei Anlagen mit einer installierten Leistung von maximal 10 Kilowatt sind höchstens 10.000 Kilowattstunden selbstverbrauchtem Strom pro Kalenderjahr von der EEG-Umlage ausgenommen.
Bitte beachten Sie, dass eine eventuelle Inanspruchnahme der verringerten EEG-Umlage nur unter der Voraussetzung möglich ist, dass Sie fristgemäß Ihren Mitteilungspflichten nachkommen. Andernfalls steigt die zu zahlende EEG-Umlage auf 100%.

Sämtliche Strommengen, auf welche die EEG-Umlage anfällt, müssen gem. § 61h Abs. 1 EEG mit geeichten Messeinrichtungen erfasst werden. Neben dem Einspeisezähler ist dann folglich eine zusätzliche Erzeugungsmessung notwendig.